Auszüge aus der Broschüre des Bundesministeriums für Forschung und Bildung zum Verbundvorhaben

Die Belastung des Menschen durch Pyrethroide (Insektenvernichtungsmittel) in Wohn-und Arbeitsräümen

Studienergebnisse zum Bio-, Effekt-und Innenraummonitoring von Pyrethroiden

 

Keine gesundheitliche Gefährdung nachweisbar

Die Ergebnisse der Studie geben keine Hinweise auf eine gesundheitliche Gefährdung der gesunden Bewohner von Wohnungen, in denen Wollteppich bzw. Wollteppichböden liegen, die ordnungsgemäß  mit dem Motten- und Käferschutzmittel Permethrin ausgerüstet wurden.

1. Aus dem Inhalt:

Pyrethroidbelastungen der Allgemeinbevölkerung, sei es durch Schädlingsbekämpfungs-maßnahmen oder als Ausgasung von aus Wollteppichen oder Wollteppichböden, die einer Motten- und Käferschutzausrüstung unterzogen wurden, waren vor einigen Jahren Anlaß für intensive Diskussionen und auch Rechtsstreitigkeiten. So wurde von Betroffenen u.a. über chronische Nervenschädigungen und ein Reihe unspezifischer Symptome geklagt. Wie so häufig ergab sich eine komplexe Gemengelage aus potenziell Geschädigten, unzureichender wissenschaftlicher Datenlage und wissenschaftlichen Ansichten in diesem Interessenkonflikt. 
[..] Vor diesem Hintergrund förderte das Bundesforschungsministerium (BMBF) ein Forschungsverbundvorhaben unter der Voraussetzung, dass sich die betroffene Industrie mit demselben finanziellen Anteil daran beteiligt. [..] wurden so zwei Studien durchgeführt, die erstmals prospektiv an freiwilligen Personen belastbare Daten zur inkorporierten Belastung, dem Zusammenhang zwischen Exposition und Belastung und möglichen gesundheitlichen Risiken beisteuern sollten. Diese Forschung erfolgte unabhängig, und daher wurde das [..] Vorhaben durch neutrale GUTachter beurteilt. [...]

2. Das Verbundprojekt „Pyrethroidexposition in Innenräumen“

[..]  Eine Studie erfasste Personen in deren Haushalt pyrethroidhaltige Teppiche vorhanden sind und dadurch möglicherweise eine Dauerbelastung mit dem Insektizid vorliegt. [..]

Um die Pyrethroidkonzentration zu ermitteln, wurden die Pyrethroidkonzentrationen in der Raumluft und im Hausstaub der Räume gemessen (Innenraum-Monitoring). Um mögliche Pyrethroideffekte auf die menschliche Gesundheit zu erfassen, wurden die betroffenen Personen auf Beschwerden hin befragt und körperlich untersucht sowie weitere gesundheitsrelevante Tests an Ihnen durchgeführt. Dazu zählten Untersuchungen des Urins auf Pyrethroid-Stoffwechselprodukte (Bio-Monitoring), des Blutes samt immunologischer Parameter sowie möglicher Beeinträchtigungen des Nervensystems (neurophysiologische Tests und Messung der Hirnströme). So sollten Antworten gewonnen werden auf Fragen wie:

3. [..] Belastung durch Permethrin aus Wollteppichen und Teppich-

[..]  Grundfragen der Studie

4. Gefundene bzw. nicht gefundene Zusammenhänge

      [..]

      [..] 

      [..] 

      [..] 

5. Schlussfolgerung

Die Ergebnisse der Studie zu Wohnungen, die mit eulanisierten Wollteppichen bzw. Wollteppichböden ausgestattet waren, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Das Innenraummonitoring zeigte, dass die Permethrinkonzentration im Hausstaub sehr hoch sind. In der toxikologisch relevanten Raumluft waren sie jedoch sehr niedrig. Da in der hier betrachteten Studie die Luft der Hauptpfad für die Aufnahme von Permethrin ist, ist nur eine geringe Belastung der Bewohner zu erwarten. 

Die im Biomonitoring erfassten Metabolitenkonzentrationen im Urin sind vergleichbar mit denen, die in anderen Studien mit allgemeinen Bevölkerungsgruppen beobachtet wurden. Nur ein kleiner Teil der Proben zeigt überhaupt Werte oberhalb der Nachweisgrenze.

Auch die Häufigkeit der genannten gesundheitlichen Symptome ähnelt den Angaben einer Vergleichsstudie mit nicht permethrinexponierten Personen. Von den untersuchten Personen wird subjektiv offenbar ein Spektrum an Beschwerden wahrgenommen, das dem in der vorliegenden Studie vergleichbar ist. Ein Zusammenhang des gesundheitlichen Befindens mit der Permethrinkonzentration in der Raumluft und der Metaboliten Konzentration im Urin ist nicht zu erkennen. Die Frage, ob dies auch für besonders empfindliche Personen wie bei-spielsweise Allergiker gilt, ist aufgrund des Aufbaus dieser Studie nicht zu beantworten.

Eine Kennzeichnung für Wollteppichböden, die mit Permethrin behandelt wurden wäre im Sinne der Verbraucher und sollte darum angestrebt werden.

Keine gesundheitliche Gefärdung nachweisbar

Die Ergebnisse der Studie geben keinen Hinweis auf eine gesundheitliche Gefährdung der gesunden Bewohner von Wohnungen, in denen Wollteppiche bzw. Wollteppichböden liegen, die ordnungsgemäß mit dem Motten- und Käferschutzmittel Permethrin ausgerüstet wurden.