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Environmental Product Declarations

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Umwelt-Produktdeklarationen bilden die Datengrundlage für die ökologische Gebäudebewertung. Dies wird aktuell in dem neuen europäischen Normungsprojekt "Nachhaltigkeit von Bauwerken" festgelegt.

Umwelt-Produktdeklarationen basieren auf ISO-Normen und sind deshalb international abgestimmt. Sie sind als Nachweis für Umweltansprüche in der öffentlichen Beschaffung geeignet.

Kern einer Umwelt-Produktdeklaration ist das PCR (Product Category Rules)-Dokument, das die einzelnen Schritte und Berechnungsverfahren im Rahmen einer Öko-Bilanz festlegt. Dazu gehören u. a.:

Hierdurch werden letzlich die Zahlenwerte einer EPD für jeden (Fachmann) transparent und nachprüfbar.

Die Ökobilanz gemäß ISO 14040 ff  auf deren Daten die EPD basiert muss dabei die folgenden Punkte umfassen:

Eine EPD wird in einem dreistufigen Verfahren erstellt, an denen jeweils verschiedene Akteure beteiligt sind mit dem Ziel, Transpararenz herzustellen und durch möglichst starke Beteiligung der Öffentlichkeit sowie unabhängiger Dritter, das Vertrauen in die Deklaration als objektive Bewertungsmöglichkeit in Sachen Nachhaltigkeit zu stärken.

Im ersten Schritt wird in einem Produktgruppenforum, das aus Experten und Herstellerorganisationen besteht der Entwurf für das PCR (Product Category Rules)-Dokument erstellt.

Die Produktgruppe wird definiert und die charakteristischen Umweltwirkungen werden identifiziert.Parallel zur Entwurfserstellung wird die Öffentlichkeit über das neue Produktgruppenforum informiert, um Anregungen weiterer Interessierter bereits in die Entwurfsphase einfließen zu lassen.

Der PCR-Entwurf wird durch einen Sachverständigenausschuss (SVA) auf Konsistenz zwischen den Produktgruppen und Vollständigkeit der Anforderungen an die Hersteller geprüft.  Existiert bei Antragsstellung bereits ein PCR-Dokument für die entsprechende Produktgruppe, dann entfällt dieser Schritt.

Im zweiten Schritt wird die eigentliche Deklaration erstellt. Hierzu werden vom Hersteller alle im PCR-Dokument geforderten Informationen zur Verfügung gestellt und Nachweise über erfolgte Prüfungen erbracht. Prüfverfahren und Ökobilanzmethodik sind einheitlich im PCR-Dokument geregelt.



Im dritten Schritt wird die Deklaration durch den Sachverständigenausschuss geprüft und die Prüfung der einzelnen Deklarationen durch unabhängige Dritte organisiert.

Diese letzte Einzelfallprüfung gewährleistet noch einmal die Objektivität des Deklarationsverfahrens.

Der Programmhalter (in diesem Fall das Institut Bauen und Umwelt) nimmt keinerlei Einfluss auf die Bestätigung der Deklaration, sondern veröffentlicht lediglich die Deklarationen, die über den Sachverständigenausschuss angenommen wurden.

Die Deklaration ist auf drei Jahre befristet.